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Eine beliebige Stadt. In endloser Wiederholung wird gelacht, geschrieen, geweint und bedeutungsvoll geschwiegen. Menschen trinken und husten und gähnen, Minute für Minute für Minute. Fahren Auto, sehen fern, kaufen ein. Jetzt und vorhin und letzte Woche. Füttern Tiere, saugen Staub, kochen Essen. Jetzt und gleich und nachher auch. Urinieren, transpirieren, ejakulieren in einem pausenlos strömenden, kollektiven Erguss. Diskutieren, träumen, ignorieren; hoffen, verzweifeln, geben auf. Schlagen sich, beleidigen sich, rauben, morden und erpressen; trösten, kosen, loben immerzu, die Stadt hört nie auf, alles zu tun. Menschen treffen sich, Menschen trennen sich. Telefonnummern gehen verloren und werden gefunden, werden getauscht, hinterlegt, verwechselt, verheimlicht. Sind wie Schreie oder wie Rettungsringe, bringen Hoffnung, Erlösung, Verderben. Alles geschieht immer. Jederzeit, irgendwo. In der Masse gleichzeitig stattfindender Ereignisse werden Zufälle zum Naturgesetz, Unwahrscheinlichkeiten zur Regel. Menschen trennen sich, Menschen treffen sich. Eine beliebige Stadt.